Lieber Mandant,
liebe Mandantin,

der Bund hat die Fördermaßnahmen für kleine und mittelständige Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, verlängert. Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können ab sofort gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020. Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat. Damit können Unternehmen je nach Höhe betrieblicher Fixkosten für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten. Die Antragstellung erfolgt über uns in einem sicheren und vollständig digitalisierten Verfahren.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Solo-Selbstständige und Freiberufler, die entweder einen Umsatzeinbruch in Höhe von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten erlitten haben oder die im selben Zeitraum insgesamt einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % pro Monat verzeichnen mussten.

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten. Unter anderem werden folgende förderfähige Fixkosten anteilig ersetzt:

  • Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen inklusive Mietnebenkosten
  • Miete von Fahrzeugen und Maschinen, die betrieblich genutzt werden (ausgenommen: Privatanteil)
  • Zinsaufwendungen für betriebliche Kredite und Darlehen, Kontokorrentzinsen, Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
  • unter gewissen Voraussetzungen Instandhaltungskosten
  • Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen einschließlich investive Maßnahmen
  • Grundsteuern, Versicherungen, Abonnements, Betriebliche Lizenzgebühren etc.
  • Kosten, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen (u. a. Kosten für Steuerberater in Zusammenhang mit der Antragstellung, Kosten für Beratungsleistungen in Zusammenhang mit Überbrückungshilfen etc.)
  • Personalkosten, die nicht vom Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der förderfähigen Fixkosten berücksichtigt.

Die Überbrückungshilfe (2. Phase) erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent und < 50 Prozent

Bei der durch uns vorzunehmenden Schlussabrechnung sind Nachzahlungen (d.h. zusätzliche Zahlungen der Überbrückungshilfe bis zu den vorgenannten Grenzen von 50.000 €/monatlich) ebenso möglich wie Rückforderungen.
Der Zuschuss auf ALG II wird hierbei nicht auf die Überbrückungshilfe angerechnet.

Das am 28. Oktober 2020 zusätzlich beschlossene Hilfspaket soll besonders stark betroffene Unternehmen mit bis zu 75% der Umsätze aus November 2019 in Form von einer Kostenbeihilfe unterstützen.
Weitere Details zu dieser Förderung sind noch nicht ausgehandelt. Sobald wir weitere Informationen hierzu haben, werden wir Sie unverzüglich informieren.

Bitte zögern Sie nicht uns bei Fragen zu kontaktieren. Wir helfen gerne weiter.